Geld arbeitet nicht

Mit Zinswetten Steuergelder verzockt

 

Das Geschehen in der Finanzwirtschaft und dessen Konsequenzen für die Realwirtschaft sind das Kernthema des Buches "Geld arbeitet nicht". Das Buch belegt, dass im Kapitalmarkt weder Werte geschaffen, noch vernichtet werden. Die Summe der in der Finanzwirtschaft gehorteten Finanzanlagen wird nur durch Zufuhr von Geld aus der Realwirtschaft erhöht. Moderne Finanzprodukte sind nichts anderes als Wetten. Weder mit Zertifikaten, Optionen oder Zinsswaps wird ein volkswirtschaftlicher Nutzen erwirtschaftet. Wie bei jeder Wette gibt es bei Geschäften mit diesen Produkten immer einen Verlierer und einen Gewinner. Was der eine gewinnt, verliert ein anderer.

 

Diese Tatsache ist vielen Menschen nicht bewusst. Selbst Stadtkämmerer und Finanzprofis in Unternehmen wissen es nicht. So haben viele Städte, Gemeinden und Unternehmen mit Zinswetten viel Geld verloren. Weit mehr als ein Dutzend Kommunen und Firmen prozessieren derzeit gegen die Deutsche Bank. Nach Ansicht einiger Anwälte hat das Geldhaus bei all diesen Geschäften gravierende Fehler gemacht. Man habe die Kunden nicht richtig über die Risiken aufgeklärt, heißt es. „Die Bank hat das Geschäft unter dem Stichwort Zinsoptimierung verkauft“, sagt der Rechtsanwalt Jochen Weck von der Münchner Kanzlei Rössner. „Keiner, mit dem wir gesprochen haben, war sich zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses jedoch darüber im Klaren, dass es sich eigentlich um eine Zinswette gehandelt hat.“